Der Film beginnt schon mit Verbrechen. Der erste Dialog macht klar, dass es in Central City nicht ruhig zugeht. Auf dem Weg zum Ort eines Verbrechens wird der Spirit von den Schreien einer Frau alarmiert. In einer dunklen Gasse versuchen zwei Räuber, die Dame zu überfallen. Als der Rächer einschreitet, stechen die Diebe mit einem Messer auf ihn ein. Schon hier wird klar, dass der Spirit wohl nur schwer zu verwunden ist, da er das Messer ohne mit der Wimper zu zucken aus seinem Bauch zieht. Als Spirit im Hafen ankommt, sind bereits erste Verluste zu verzeichen: Komissar Sussmann ist verwundet, der Octopus hatte auf ihn geschossen. Sein Kollege Liebowitz hat weniger Glück. Der Octopus tötet ihn durch Enthauptung. Wie auch in “Sin City” hat Frank Miller Spaß am Stilisieren von Gewalt. Der Kampf zwischen dem Octopus und Spirit wird in die Länge gezogen und optisch in Szene gesetzt. Das Prinzip aus “Sin City” gilt auch hier: die Protagonisten vertragen einiges an Schlägen und Schüssen.

Allein in den ersten Minuten des Films geschehen verschiedene Verbrechen: Mord, Raub, Körperverletzung und Fahrerflucht, als Silken Floss einen geklonten Gehilfen des Octopus überfährt. Die Polizei ist überfordert mit der Anhäufung von Verbrechen, doch sieht den Spirit, wie in anderen Superheldenfilmen, auch als Hitzkopf an, der im Alleingang auf Verbrecherjagd geht. Die Polizei spielt auch eine wichtige Rolle in Sand Sarefs Vorgeschichte: ihr Vater war Polizist, bevor Denny’s (Spirits) Onkel ihn erschoss. Ab diesem Zeitpunkt hasste sie Polizisten und wechselte auf die andere Seite des Gesetzes. Auf der Jagd nach dem Goldenen Vlies geht es nicht mit rechten Dingen zu: Sand Sarefs Informant gab seine Tipps aus Angst auch an den Octopus weiter. Diese Angst treibt den Informant im Verlauf des Films auch in den Selbstmord. Octopus lässt seine Wut auch gern an seinen Helfern aus. Als er entdeckt, dass er die falsche Kiste hat, tötet er zur Beruhigung ein paar seiner geklonten Gehilfen.

Die Frauen des Films sind fast ohne Ausnahme gefährlich: Sand Saref tritt den Spirit durch ein Fenster, die Stripperin (Paz Vega) ist eigentlich eine Mörderin. Im fulminanten Finale schießen Octopus und das SWAT-Team dutzende Magazine von Waffen leer, der Film artet zu einer regelrechten Gewaltorgie aus. Körperteile fliegen durch die Luft, Handgranaten werden gezündet: Für Waffenfans dürfte es ein wahres Fest sein.