“Ich kann sie nicht verleugnen. Sie schreit. Sie gibt mir alles, was ich brauche. Sie ist meine Liebhaberin. Sie ist meine Mutter und ich bin ihr Spirit.” So spricht der Held des Films zu Beginn über “seine” Stadt Central City. Der Film beginnt in einem Mausoleum, die morbide Stimmung lässt sich auf die gesamte Stadt übertragen. Die Stadt ist sündig, an jeder Ecke lauern Verbrechen. Farblich ist sie getreu dem Stil des Films grau, schwarz und weiß. Die Stadt gibt dem Spirit in der Tat alles, was er benötigt. Er nutzt sie, um von Dach zu Dach zu springen, als Schutzschild dienen ihm Kanaldeckel. Zur Fortbewegung surft er auf Straßenbahnen. Riesige Hochhäuser wechseln sich mit dunklen, verwinkelten Gassen ab. Selbst am hellichten Tage ist es in Central City dunkel. Der Verkehr ist ruhig, kaum Autos, außer Polizeiwagen bei Verfolgungsjagden, sind zu sehen. Das Ambiente ist bedrohlich. Optisch treffen sich Vergangenheit und Gegenwart, die Bewohner sind im Stil der Sechziger gekleidet, die Polizisten hingegen mit allen Arten von modernen Waffen ausgestattet. Auch bei Autos und Waffen bediente sich der Regisseur der Modelle verschiedener Jahrzehnte. Central City ist sowohl architektonisch als auch menschlich eine Mischung aus Stilen. Die Mode der Frauen lehnt sich an die Sechziger Jahre an, feminine Kostüme, elegante Frisuren und Make-Up machen die Darstellerinnen zum Hingucker. Zwar wollte Frank Miller den Comic in die heutige Zeit holen, doch insgesamt wirkt die Stadt eher altmodisch. Es ist, als sei die Kulisse “Sin City”, nur mit einer anderen Story.